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BinTec verkaufen


17.10.2000
Aktienservice Research

Derzeit empfehlen die Analysten von Aktienservice Research die Aktien von BinTec (WKN 516100) zu verkaufen.

Das Unternehmen, das zum Börsengang mit dem Anspruch angetreten sei, zur Cisco Deutschlands zu avancieren, entpuppe sich für die Aktionäre zunehmend als effektives Instrument zur Kapitalvernichtung. Nachdem man die Prognosen vor kurzem bereits deutlich nach unten revidiert habe, habe man nun die Erwartungen erneut stark revidieren müssen: So sei der Planumsatz 2000 kurzerhand von 34 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro heruntergesetzt worden, anstatt von 5 Millionen Euro solle nun ein Verlust von 9,5 Millionen anfallen. Für das Jahr 2001 sollten die Planzahlen ebenfalls gesenkt werden.

Die erneut revidierten Planzahlen mit einem Umsatz von 20 Millionen Euro und einem Verlust von 9,5 Millionen Euro würden deutlich mit dem noch Anfang des Jahres geplanten Umsatz von über 50 Millionen Euro kollidieren, wobei zudem noch ein Vorsteuergewinn von mehr als 4 Millionen Euro erzielt werden sollte. Begründet sei die miserable Geschäftsentwicklung im Remote-Access-Bereich mit einer Verknappung wichtiger Bauteile, mit Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Produkte, sowie mit bisher fehlender Kontrolle der Lagerbestände und des Abverkaufs im Distributionsnetz worden.


Bei einem Unternehmen, das sich als Marktführer im Bereich "Business Connectivity Solutions" und vormals als "Cisco Deutschlands" bezeichnet habe, dürfe eine fehlende Kontrolle der Lagerbestände und des Abverkaufs im Distributionsnetz einfach nicht vorkommen. Dies seien Probleme, mit denen sich höchstens ein Start-Up-Unternehmen herumschlagen müsse.

Die gesamte Unternehmensentwicklung deute auf ein in verwunderlichem Ausmaß inkompetentes Management hin. Ob die Bestellung von Walter Erl als CEO hieran etwas ändere, müsse vorerst in Frage gestellt werden, da ein Unternehmen nicht nur aus einem CEO bestehe. In Anbetracht der jüngsten Entwicklung am Neuen Markt empfehle Aktienservice Research grundsätzlich, Unternehmen, die ihre Planzahlen mehrfach deutlich verfehlt hätten, keine zweite Chance zu gewähren.

Da die Kompetenz des Managements bei Wachstumsunternehmen als Bewertungskriterium höchste Priorität genieße – und die Managementqualitäten bei BinTec offensichtlich und fortgesetzt stark zu wünschen übrig lassen würden – empfehle Aktienservice Research weiterhin, die Papiere ungeachtet des deutlich ermäßigten Kursniveaus zu verkaufen. Die Papiere seien seit Februar rund 85% gefallen. Eine Bodenbildung sei derzeit nicht absehbar.

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs mit in den europäischen Markt eindringenden hochkarätigen Unternehmen sehe Aktienservice Research auch in fundamentaler Hinsicht schlechte Aussichten für BinTec, die sich in absehbarer Zeit als existenzbedrohend herausstellen könnten.




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